Schlaffhorst-Andersen

Clara

Hedwig Andersen und Clara Schlaffhorst entwickelten das Konzept „Schlaffhorst-Andersen“ bereits vor über 100 Jahren, zur Zeit der Reformbewegung in Deutschland. Es beinhaltet Methoden zum Erreichen eines gesunden Gebrauchs von Stimme und Atmung. Das Besondere an dieser Methode war und ist, die Betrachtung von Körper, Geist und Seele in Einheit als Arbeitsgrundlage. So wurde von Schlaffhorst-Andersen der Begriff der Ganzheitlichkeit, wie er heute inflationär verwendet wird, früh definiert und etabliert. Viele Atem- und Stimmschulen gehen auf die Erkenntnisse dieser Methode zurück. Damit hat das Konzept noch heute seine Wirksamkeit, und, wenn auch in verifizierter Form, seine Aktualität in der Atem-, Sprech- und Stimmarbeit bestätigt und behalten.

Eine der wichtigsten Grunderkenntnisse dieser Methode ist das Prinzip der Dreiteiligkeit oder auch Dreiphasigkeit, die sich in der Natur in vielfältiger Form finden lässt. Dieses Prinzip spiegelt sich auch in den Phasen der Atmung wieder: Einatmung – Ausatmung – Atempause. So ist dieses dreiteilige Prinzip ebenfalls auf die Funktionszustände in der Muskelbewegung zu übertragen: Zusammenziehung – Dehnung – Lösung.

Diese Prinzipien finden sich mittlerweile in Stimmschulen auf der ganzen Welt in zahlreichen Übungen für die Stimmarbeit wieder. Richtig angewendet und führen sie in Ihrer Anwendung zu einem mühelosen, regenerativen und facettenreichen Stimmeinsatz in Sprechen und Gesang.

Und hier für Interessierte, historisches zu Clara Schlaffhorst und Hedwig Andersen, zum nachstöbern:

http://schlaffhorst-andersen.net/html/historisches.htm#1