Wie bekommt man eine Stimmtherapie ?

Eine Stimmtherapie sollten Sie am besten dann machen, bevor eine Stimmstörung entsteht. Stimmliche Beschwerden durch berufliche Belastungen, wie sie ganz besonders Lehrer, Erzieher oder Sport- und Fitnesstrainer erleben, können klare Frühwarnzeichen für den Beginn einer Stimmstörung sein.

Oft ist Heiserkeit die Begleiterscheinung einer einfachen Erkältung oder auch nur das Ergebnis allzu lauten Jubels. Heiserkeit ist in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Auch zu langes, lautes Sprechen oder Singen, kann vorübergehend heiser machen. Doch spätestens, wenn sich nach drei bis vier Wochen die Beschwerden nicht gebessert haben, ist ein Besuch beim Facharzt angesagt.

Sogar akuter oder chronischer psychischer Stress kann Heiserkeit auslösen. Angst und Aufregung, Depressionen und sogar Liebeskummer können Menschen regelrecht verstummen lassen.

Wenn Sie eines oder mehrere der folgende Symptome häufig erleben, wie

  • Heiserkeit
  • Sporadische Stimmlosigkeit
  • Kloßgefühl im Hals nach dem Sprechen
  • Enge- und Missempfindungen in der Kehle
  • Räusperzwang
  • häufige und wiederkehrende Infekte im Kehlkopfbereich
  • Fehlender Stimmdruck
  • Atembeschwerden beim Sprechen
  • Brustkorbenge

dann sollten Sie Ihren Hals-Nasen-Ohrenarzt, Hausarzt oder Phoniater aufsuchen. Beschreiben Sie Ihre Symptome und Sie erhalten eine ärztliche Verordnung für eine Stimmtherapie. Heiserkeit ist keine Krankheit an sich, sondern ein Symptom, vergleichbar mit anderen Symptomen wie Schmerz, Juckreiz oder Schwindel. So kann der Stimmverlust Anzeichen für eine Entzündung des Kehlkopfes sein.

Eine Stimmtherapeutische Behandlung ist dann am wirkungsvollsten, bevor sich eine Stimmstörung manifestiert. Achten Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers und lernen Sie in einer Stimmtherapie, wie Sie mit stimmlichen Beeinträchtigungen umgehen können und wie Sie Ihre Stimme fit halten und pflegen.